Der Ansatz der Homöopathie: Der Mensch als Einheit

„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“
— (WHO, 1946)

Wie die Weltgesundheitsorganisation in ihrer Definition von 1946, versteht auch die Homöopathie unter Gesundheit weit mehr als nur das Freisein von Beschwerden. Sie sieht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Sind die verschiedenen Anteile im ausgewogenen Fluss miteinander und mit der Umwelt, sind wir gesund. Krankheiten sind immer nur ein äußeres Zeichen für eine Störung dieses Gesamtgefüges. Deshalb will die Homöopathie nicht nur die Symptome behandeln, sondern setzt tiefer an. Sie sucht nach den Ursachen und gibt zielgerichtete, sanfte Impulse, die die Selbstheilungskräfte aktivieren. So wird die Ganzheit des Organismus wieder nachhaltig hergestellt und es entsteht wahre Gesundheit

Die Wirkweise der Homöopathie

Der Homöopathie zufolge werden Körper, Geist und Seele von unserer Lebenskraft getragen und gelenkt. Wird diese durch krankmachende Faktoren - wie Stress, ungesunde Ernähung oder Viren und Bakterien - geschwächt, werden wir körperlich, seelisch oder sogar geistig krank. Für eine Heilung bedarf es, die Lebenskraft wieder zu stärken und in die richtigen Bahnen zu lenken. Um dem Organismus hierfür die richtigen Anstöße zu geben, bedient sich die Homöopathie dem „Ähnlichkeitsprinzip“ und behandelt Kranke mit Substanzen, die beim Gesunden genau diese Beschwerde-Symptome erzeugen würden. Die sogenannte Potenzierung der Substanzen durch Verreibung, Verdünnung und Verschüttelung sorgt dafür, dass die ausgewählten Stoffe zu sehr wirksamen energetischen Heilmitteln werden. Bei aufwendigen Arzneimittelprüfungen wird das gesamte Wirkspektrum dieser Mittel erfasst. So kann der Homöopath für jeden Patienten unter Einbezug von dessen Körpersymptomen, Lebenssituation, Gefühlen und Gedanken das effektivste Mittel finden.


Geschichte

Wie viele große Erfindungen der Menschheitsgeschichte ist auch die Homöopathie aus einem Zufall heraus entwickelt worden: Im Jahr 1790 entdeckte der Arzt Samuel Hahnemann dass Chinarinde bei ihm Malaria-ähnliche Symptome bewirkte. Da die Substanz eigentlich jedoch für ihre Malaria-heilende Fähigkeit bekannt war, schloss er auf das Ähnlichkeitsprinzip – eine Idee, die sich schon bei Hippokrates (um 460 vor Christus "Heilbar sind die meisten Krankheiten durch ganz die selben Faktoren wie die, aus denen sie entspringen“)  und Paracelsus (1493 bis 1541, "Nur das Gift ist auch das Heilmittel") findet. Hahnemann, der mit der Medizin seiner Zeit - wie Aderlass, Einsatz von Quecksilber oder Bestrafung von damals sogenannten Geisteskranken etc. - gebrochen hatte, unterzog sich darauf hin vielen Selbstversuchen. Auch die unterschiedlichen Dosierungen bis hin zu den uns heute bekannten Potenzierungen testete er. In einem Artikel im Jahr 1806, stellte er seinen neuen therapeutischen Ansatz zum ersten Mal unter dem Namen Homöopathie vor. Dies war also die Geburtsstunde der Homöopathie, von der aus sie ihren sanften Siegeszug in die ganze Welt antrat. Heute wird sie in fast allen Ländern der Erde gelehrt und praktiziert, vor allem in Indien werden Mediziner gleichrangig in Homöopathie wie in Schulmedizin ausgebildet.


Die Behandlung

Bevor die Behandlung beginnt, macht der Homöopath eine Anamnese. Bei diesem ausführlichen Erstgespräch fragt er viele ungewöhnliche Dinge – neben den körperlichen Beschwerden interessieren ihn z.B. auch seelische Befindlichkeiten und die sozialen Bezüge des Patienten. Auf Grundlage des sorgfältig ermittelten Gesamtbildes sucht er dann das passende homöopathische Mittel aus. Bei manchen Patienten erfolgen spontane Besserungen, bei anderen vollzieht sich der Heilungsprozess sanft und schrittweise über einen längeren Zeitraum. Dabei sprechen akute Krankheiten besonders schnell an, aber auch chronische Leiden, die auf konventionelle Behandlungen nicht mehr reagieren, können effektiv beeinflusst werden, wobei man sagt, je länger die Krankheit währte, desto länger dauert auch der Heilungsverlauf. Sehr wirkungsvoll ist Homöopathie bei Kindern und Säuglingen, da ihre Lebenskraft noch weitgehend unbeeinträchtigt ist und sie der Behandlungsweise gegenüber unvoreingenommen sind. So kann sich die Abwehr der Kleinen natürlich entwickeln und ein starkes Immunsystem aufgebaut werden.


Schwerpunkte meiner Arbeit:

akute und chronische Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (s.u.)

Psychische Erkrankungen

Burnout-Syndrom, Depression, Angststörungen, Erschöpfungszustände, Bipolare Störung, Schock, Trauma, Psychosen, Neurosen, Prüfungsängste

schwere Pathologien:

begleitende Behandlung bei Krebs


 

Anwendungsbereiche bei denen Homöopathie heilend oder lindernd wirkt:

Allergien:

Allergisches Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis, Nesselsucht, chronische Gastritis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Akute Erkrankungen:

Husten, Bronchitis, fieberhafte Infekte, Diarrhö und Erbrechen, Harnwegsinfekte, Mandelentzündung, Mittelohrentzündungen, Schnupfen, Begleitung bei Operationen – z.B. um die Narkose verträglicher gestalten und die Heilung zu beschleunigen, Behandlung postoperativer Beschwerden

Chronische Erkrankungen:

Chron. Sinusitis, Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Gicht, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, chron. Obstipation, Chronische Schwäche, Bluthochdruck

Hauterkrankungen:

Akne, Abszesse, Ausschläge, Ekzeme, Juckreiz, Psoriasis, Herpes etc.

Bewegungsapparat:

Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Verspannungen, Rückenschmerzen, Prellungen, Quetschungen, Rheuma, Osteoporose, Arthritis

Hormonelle Erkrankungen:

Schilddrüsenüber-/unterfunktion

Psychische und nervliche Beschwerden:

Depression, Ängste, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände/Burn Out, Bipolare Störung, Borderline, Trauma, Missbrauchserfahrung, Migräne, Schock, Schwindel, Nervosität, Prüfungsänste

Bei Säuglingen und Kindern:

Atemwegserkrankungen, Otitiden, Polypen, Windeldermatitis, Soor, Koliken, Schreibabys, Geburtstrauma, Erbrechen, Durchfall, chron. Infektneigung, Schlafstörung, Unruhe, erschwerte Zahnung, Entwicklungsstörungen, Allergien, Kinderkrankheiten, Bettnässen, Kopfschmerzen, Überforderung, Erwartungsängste, AD(H)S, Verhaltensauffälligkeiten, Melancholie

Bei Frauen:

PMS, Menstruationsbeschwerden, Dauerblutung, fehlende oder unregelmäßige Blutung, fehlende Libido, Pilzinfektionen, chronische Blasenentzündungen, Zysten, Myome, unerfüllter Kinderwunsch, Schwangerschaftsübelkeit, Sodbrennen in der Schwangerschaft, Gefühlsschwankungen, Ängste, Wochenbettdepression, Brustentzündung, Stillprobleme, Wechseljahrsbeschwerden

Bei Männern:

Prostataerkrankungen, Midlifecrisis, Potenzstörungen

Auch bei schweren Krankheiten oder lange bestehenden chronischen Leiden wirkt die Homöopathie sehr gut begleitend zur Schulmedizin und kann entweder eine Linderung oder evtl. auch eine Heilung herbeiführen.